Mobilität

         

Um einer Verstärkung des Klimawandels entgegenzuwirken müssen die CO2 Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 in Deutschland um mindestens 80 Prozent sinken. Der Straßenverkehr ist in Deutschland sowie weltweit einer der größten Verursacher und somit ein wichtiger Stellhebel, diese Treibhausgasreduktion im Bereich der Mobilität zu erreichen.

Durch den Bevölkerungsanstieg und das schnelle Wachstum der Städte steigt der motorisierte Verkehr. Die Überlastung des Stadtverkehrs führt zu verstärkten Emissionen von Lärm, Abgasen und Feinstaub. Die natürlichen Flächen werden für den Ausbau der Infrastruktur versiegelt und können nicht mehr als Anbauflächen für Lebensmittel benutzt werden. Nahrungsmittel müssen daher längere Strecken zurücklegen, um den Konsumenten zu erreichen. In der Logistik wird Wert darauf gelegt, möglichst günstig und schnell zu liefern. Für die Entwicklung einer nachhaltigen Stadt wird in dem Humanotop die Betrachtung der lokalen Mobilität fokussiert.

Urbane Räume sollen mit einer konsequenten Nutzmischung und kompakten Stadtentwicklung gestaltet werden, sodass der Bedarf an motorisierten Verkehrsmitteln sinkt. Dies kann beispielsweise erreicht werden, wenn Wohn- und Arbeitsorte räumlich nah beieinander liegen oder wenn Lebensmittel lokal produziert werden. Dort, wo die räumliche Nähe zwischen den zentralen Orten nicht gegeben ist, soll im Sinne der Nachhaltigkeit auf CO2-arme oder im Optimalfall CO2-freie Mobilitätskonzepte zurückgegriffen werden.

Ergänzende digitale Lösungen sollen ermöglichen, dass vorhandene Verkehrsmittel routenoptimal und mit einer möglichst hohen Auslastung fahren. Für ein ganzheitliches Mobilitätskonzept sollen die vorhandenen und neue Mobilitätstechnologien sich gegenseitig vernetzen und ergänzen. Das Verständnis der Bedürfnisse und Wünsche der Menschen, die in einem betrachteten Zielgebiet leben oder arbeiten, ist der Schlüssel für die Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität.

  • Ganzheitliches Aufeinanderabstimmen von Mobilitätstechnologien
  • Nachhaltige Ergänzung zu bestehenden Technologien
  • Gezielte Berücksichtigung des Bürgerbedarfs 
  • Steigerung von logistischer Effizienz  
  • Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs   
  • Reduzierung der Verkehrsbelastung im Innenstadtbereich